Die Entstehung des Großen Moors bei Darze

Das Große Moor bei Darze entstand in einer Toteishohlform in einer Schmelzwasserrinne nach der letzten Eiszeit. Nach Abschmelzen des Eises entstand dort zunächst ein großer See, der dann verlandete. Auf dem dortigen Verlandungsmoor bildete sich ein Durchströmungsmoor. Erst in der Nachwärmezeit setzte ein allein durch Regenwasser hervorgerufenes Moorwachstum ein. Bis zum Beginn der Abtorfungen um 1800 war das Gebiet durch seine feuchten Böden nahezu waldfrei. Bis 1957 erfolgte der Torfabbau in unterschiedlicher Intensität. Da für die Torfnutzung die Flächen entwässert werden mussten, konnte im entwässerten Zustand zunehmend Wald wachsen und es erfolgten zusätzlich Aufforstungen.

Bis in die letzten Jahre hinein wurden Teilflächen des Moores als Weideland genutzt. Dazu wurden Gräben und ein Schöpfwerk errichtet und bis 1995 betrieben. Seit 1995 erfolgten umfangreiche Maßnahmen zur Revitalisierung des Moorkörpers. Zur Umsetzung dieses Vorhabens wurden durch die Stiftung Umwelt- und Naturschutz M-V seit 1996 über 46 ha erworben. 1985 erfolgte der letzte größere Eingriff durch den Menschen zur Entwässerung der umliegenden Graslandflächen, um sie landwirtschaftlich intensiv nutzen zu können. Der Wasserspiegel ist seitdem wieder angestiegen und eine Torf bildende Vegetation breitet sich wieder aus. Die Folge: Das Moor erholt sich langsam.